Aktuell: Ausstellung "Ins Licht gerückt"

Waafa Katthab bei einer Stadtführung, Foto: Ellen Röhner
Waafa Katthab bei einer Stadtführung, Foto: Ellen Röhner

Frauen im Friedrichshain-Kreuzberger Kulturbetrieb


Friedrichshain-Kreuzberg hat weit über die Grenzen Berlins einen Ruf als multikultureller, toleranter, kreativer und provokanter Bezirk. Es gibt hier so viele Theater, Museen, Galerien, Spielstätten, Klubs und Kinos wie in kaum einem anderen Berliner Bezirk. Das Projekt stellt exemplarisch 30 Frauen aus diesem Kunst- und Kulturbetrieb vor und zeigt die Vielfalt ihrer Arbeit – u.a. eine Schauspielerin, eine Musikerin, eine Tanzpädagogin, eine Galeristin, eine Textilkünstlerin, eine Malerin, ein Zirkuspädagogin, eine Buchhändlerin, eine Museologin, eine Museumspädagogin und eine Fotografin. Sie wurden mit der Kamera porträtiert und nach ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen, aber auch ihren Wünschen gefragt. Die Arbeit vieler dieser Frauen, die die Vielfalt des Kulturbetriebes bestimmen, wird in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen. Oft arbeiten sie unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und kämpfen mit Bürokratie und Projektanträgen. In diesem Projekt sollen sie „ins Licht gerückt“ werden.

Gefördert aus Mitteln des Bezirkskulturfonds Friedrichshain-Kreuzberg

 

Die Ausstellung wird im Rahmen des 7. Europäischen Monats der Fotografie präsentiert.

Eröffnung: 20. Oktober 2016

 

Ort:

alte feuerwache / Projektraum - Galerie

Marchlewskistraße 6

10243 Berlin

Tel. 293 47 94 26

projektraum@kulturamtfk.de

 

Öffnungszeiten:

Di–Do 14.00–19.00 Uhr

Fr–Sa 14.00–20.00 Uhr

Kurt Neuburger und die Literarische Werkstatt Kreuzberg

Ein Rechercheprojekt

 

Der als Dichter bekannte Kurt Neuburger (1902–1996) war zugleich ein Allroundtalent, arbeitete auch als Dramaturg, Regisseur, Schauspieler und gab von 1924 bis 1925 die Schwulenzeitschrift „Die Fanfare“ heraus. In der Nazizeit hatte er am Theater Berufsverbot und arbeitete stattdessen als Conferencier für Unterhaltungsorchester. Nach 1945 spielte er eine wichtige Rolle im Kultur- und Kunstleben des Berliner Bezirks Kreuzberg und hatte intensiven Kontakt zu den Kreuzberger Künstlerkreisen.

 

Neuburgers umfangreicher Nachlass wird nun in einem umfangreichen Rechercheprojekt von Michael Dewey in Archiven gesichtet und beschrieben. Durch Gespräche mit Zeitgenossen und Wegbegleitern soll das Bild vom Leben und Werk des Künstlers ergänzt werden.

 

Gefördert aus Mitteln der hms Hannchen-Mehrzweck-Stiftung

schwul-lesbische Stiftung für queere Bewegungen.